Spätestens seit der FIFA Fußball Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland steigt das Interesse an ergänzenden Maßnahmen und Trainingsmethoden sowohl im Leistungs-, aber mittlerweile auch im Breitenfußball. Spieler und Trainer trainieren neben den eigentlichen fußballspezifischen Übungen nun vermehrt im Athletik-, Fitness- und Mobilisationsbereich, um damit ihre Leistungsfähigkeit unspezifisch zu verbessern. Hierbei stehen besonders Übungen für die Körpermitte, den sogenannten ‚Core’ im Vordergrund, da dieser eine elementare Verbindung zwischen Rumpf und Beinen darstellt. Vor Jahren als unnötig betrachtet, leitete Jürgen Klinsmann in der Vorbereitung auf die WM 2006 in Kooperation mit dem Amerikaner Mark Verstegen eine neue Denkweise ein, die mit großer Wahrscheinlichkeit auch zu den Erfolgen der darauffolgenden Jahre beigetragen hat, die letztlich im Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 ihren Höhepunkt fand. Besondere Anwendung finden Übungen zur Förderung von Mobilität, Stabilität und Kraft, die den gesamten Bewegungsapparat auf die hohen Belastungen der Sportart vorbereiten. So soll besonders das hohe Verletzungsrisiko des Fußballsports minimiert und der gesamte Körper ebenso für Beruf und Alltag stabilisiert werden. Neben dem präventiven Charakter dieses funktionellen Trainings (EProF Modul 1), welches überwiegend mit dem eigenen Körpergewicht und vereinzelt Kleingeräten durchgeführt wird, steht selbstverständlich auch eine Leistungssteigerung im Fokus.

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EProF eingebunden in den Trainingsplan eines Teams

Das langfristige Ziel ist es, die Sportler in einer Weise zu fördern, sodass sie die Wichtigkeit und die Prinzipien des Trainings so verinnerlichen, dass sie dieses zukünftig sowohl in ihren Alltag, als auch in ihren Spielbetrieb, z.B. im Aufwärmprogramm vor dem Spiel integrieren. Um diese elementare Basis nun bestmöglich zu ergänzen, bietet es sich an den Mannschaften rundum über eine fußballspezifische Ernährung zu informieren (EProF Modul 2). Dazu zählt sowohl eine gesunde und regenerationsfördernde Basisernährung, als auch eine leistungserhaltende oder bestenfalls –fördernde wettkampfgerechte Verpflegung. In diesem Rahmen erhalten die Teilnehmer eine Einführung in die wichtigsten Nährstoffe, Mineralstoffe, Vitamine und Ernährungstechniken, sowohl für die Basis, als auch bezüglich der häufigsten Verletzungen (diverse Muskelproblematiken,…) und Erkrankungen (Grippe, chronische Erschöpfung…). Auch hier wird selbstverständlich auf eine präventive Ernährungsweise wert gelegt. Um eine saisonübergreifende Entwicklung auf Team –aber auch Einzelspielerebene zu beobachten gibt es mittlerweile eine große Bandbreite an Instrumenten um dies zu messen (EProF Modul 3). Man findet ganze Testbatterien oder Diagnosetage, die meist von Sportmedizinern durchgeführt und evaluiert werden, jedoch sind diese meist, aufgrund des hohen Kostenfaktors, höherklassigen Vereinen vorbehalten.

Dies bedeutet allerdings nicht, dass kleinere Teams auf aussagekräftige Werte verzichten müssen. Mit dem EProf Modul 3 werden Spieler und Trainer mit den gängigsten kostenlosen und zeitsparenden Testverfahren aus den Bereichen Schnelligkeit (z.B. Sprinttests mit/ ohne Ball…), Ausdauer (z.B. YoYo-Test…) und fußballspezifischer Diagnostik (z.B. Bangsbo Test, Gewandtheitstests mit/ohne Ball) eingeführt. Hiermit bietet sich zudem die Möglichkeit zum einen unentdeckte Fähigkeiten der Spieler aufzudecken, aber selbstverständlich auch Schwächen (positionsbezogen) zu ermitteln und dementsprechend so zu verbessern, dass die Sportler ihre Rollen auf dem Spielfeld möglichst optimal umsetzen können, um somit dem Gegner immer einen Schritt voraus zu sein.
EProF bietet ein rundum ausgearbeitetes Programm, welches über die gewöhnlichen Fußballtrainings hinausgeht, um mithilfe einer optimierten Athletik, Ernährung und Auswertung den allgemeinen Spielbetrieb weiterzuentwickeln.

Written by: Katrin Mattmann