Bereits vor meinem Rennen in Walchesee hatte ich mir bereits mein großes Ziel für 2017 gesteckt mich für die WM auf Hawaii zu qualifizieren und so auf die Langdistanz zurückzukehren. Ein sehr großes Vorhaben, gibt es doch so viele Variablen, die über Big Island oder eben doch Europa im Herbst entscheiden. Nun war es aber zunächst schwierig genug die laufende Saison mit einem solchen Ziel mit hoher Spannung zu Ende zu bringen. Neben der ETU EM hatte ich ja noch mein Heimrennen am Bostalsee, das ASC Einzelzeitfahren, Halbmarathons auf der Reichenau und in Bregenz aber final den obligatorischen Herbstmarathon, diesmal in Luzern, vor mir.

Bostalsee Triathlon

Nur eine Woche nach der EM (siehe eigener Post) startete ich mit meinen Vereinskollegen Andreas und Markus bei meinem Heimrennen, wo ich die Niederlage der vergangenen Woche wieder gutmachen wollte. In einem sehr überschaubaren Starterfeld von nur knapp 40 Teilnehmern stiegen wir um 9:00 Uhr in den angenehm temperierten Bostalsee. Alles lief super, ich kam als 5. aus dem Wasser und konnte bereits auf den ersten 5 Radkilometern zwei weitere Konkurrenten überholen. Auch wenn ich mich bis zum Ende der Radrunde auf eben diesem dritten Platz halten konnte, tat ich mich heute unglaublich schwer. Ich musste erkennen: Walchsee hat seine Spuren hinterlassen. Meine durchschnittliche Wattleistung lag gut 15 Watt und der aus der Vorwoche. So fehlten mir wichtige Minuten beim abschließenden Halbmarathon, den ich in 1:34 ins Ziel brachte. Leider konnte ich mich nicht gegen einen Angriff in der letzten Runde wehren und musste den Podiumsplatz an mir vorbeilaufen sehen. Etwas enttäuscht lief ich nach 4:45 Stunden als 4. ins Ziel ein. Auch wenn ich meine Triathlonsaison gerne auf dem Treppchen abgeschlossen hätte, bin ich mit tollen Rennen und Platzierungen mit 2016 überaus zufrieden, da ich in der Folgewoche zudem meinen Titel im Vereinszeitfahren erfolgreich verteitigen konnte. Ich habe auch 2016 wieder viele tolle Sportler kennengelernt und schöne Orte gesehen. Hierauf lässt sich aufbauen. Danke an meine Familie und alle, die mich stets so sehr unterstüzten.

Der goldene Herbst – Vorbereitung auf den Marathon in Luzern –
Die Triathlon Saison 2016 war Geschichte, aber wie in jedem Jahr war auch für dieses Jahr ein Herbstmarathon geplant. Auch hinsichtlich der Ironmansaison 2017 wollte ich wissen, auf welchem Niveau ich aktuell laufen kann. Auf meinem Weg dorthin konnte ich meine starken Halbmarathon-Leistungen aus dem Frühjahr zwei Mal bestätigen, zunächst auf der Reichenau in 1:24, dann Anfang Oktober beim 3-Länder Marathon in Bregenz in 1:23. So ging ich mit meinem Vater gemeinsam am 30.10, wie im Vorjahr, an den Start in Luzern am schönen Vierwaldstätter See. Eine tolle Kulisse, ein wunderschönes Rennen mitten in der Schweiz. Mein Ziel: Zum ersten Mal unter 3 Stunden zu finishen, d.h. einem Kilometerschnitt von 4:15/km. An diesem Tag hatte ein tolles Laufgefühl, nicht einen einzigen mentalen Einbruch. Bei Kilometer 30 hatte ich sogar knapp 2 Minuten Vorsprung auf die Zeit unter 3 Stunden, was einem Schnitt von fast 4:10 entspricht und das obwohl die Strecke mit 200 Höhenmetern alles andere als flach ist. Leider hatte ich mich, wie schon im Vorjahr, jedoch bis dato unwissentlich zu wenig mit Elektrolyten versorgt und musste 8 km vor Schluss einen starken muskulären Einbruch hinnehmen, auch wenn die Energie bis zum Schluss sehr wohl gereicht hätte. Ein wenig frustriert, aber mit einer Verbesserung von über 14 Minuten gegenüber meiner PB in Berlin, lief ich nach 3 Stunden und 4 Minuten ins Ziel ein. Ein toller Tag mit wunderbarer Unterstützung meiner Familie und vielen Freunden.

Danke an alle, die diese Saison für mich so wunderbar gemacht haben! Es waren für mich tolle Erfahrungen und die Erkenntnis, dass ich 2017 nun das große Ziel endlich angehen sollte. Ich konnte zudem erfolgreich mein Masterstudium abschließen und bin am 1. Oktober motiviert in meinen Promotion in der Sportwissenschaft der Uni Konstanz gestartet. Also alles in Allem war 2016 ein wirklich tolles Jahr, auf das ich stolz bin! Nochmals DANKE für Eure Unterstützung!

Ich wünsche eine schöne Vorweihnachtszeit und kommt gut in 2017!

Written by: Christian Weich

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