Top vorbereitet, bestens organisiert und bei wunderbar sommerlichem Wetter ging’s um 9:15 Uhr los für die AK Athleten bei der Europameisterschaft am Walchsee in Österreich. Vom Profil her ein hartes Rennen, sowohl Radstrecke (1100 HM) als auch die Laufstrecke sind sehr wellig und können wirklich wehtun.

Aber hierfür war ich gerüstet, so habe ich mir die Strecke im Vorfeld oft angeschaut und war wohl präpariert für mein wichtigstes Rennen des Jahres. Gute Ergebnisse auf Mallorca und in Norwegen, sowie tolle Trainingsleistungen im Vorfeld stimmten mich sehr positiv auf ein tolles Rennen, auch wenn die EM natürlich überaus stark besetzt war.

Also….Startschuss und ab ging’s! Tolles Schwimmen, besonders auf den ersten 1200m konnte ich das hohe Tempo im zweiten Pack mitgehen und musste erst gegen Ende ein bisschen rausnehmen und kam in einer persönlichen Bestzeit unter 29 Minuten aus dem Wasser.
Schnell den Beutel gegriffen, umgezogen und ab aufs Pferd! Die Strecke kannte ich wie meine Westentasche, habe allerdings nicht berücksichtigt, dass in diesem Jahr mehr als die doppelte Anzahl an Startern zugelassen wurde. Somit war es von Anfang an sehr eng und sehr „windschattig“, sodass die schnellen Schwimmer offensichtlich vorne im Pack ITU-like mit hohem Tempo über die 90km zogen. Hier dann mein Fehler…ich versuchte dieses Tempo mitzugehen bzw. an die vorderen Gruppen aufzuschließen und zwang mich am Berg über meine Schwelle hinauszuschießen. In dem Moment war es unproblematisch, aber schon gegen Ende der zweiten Radrunde zeichnete sich ab, dass ich hier zu viele Körner gelassen hatte und ich beim Lauf mächtig leiden werde.
Dennoch ging ich nach nur 2 Stunden 19 Minuten (wieder persönliche Bestzeit) sehr motiviert auf die Laufstrecke. Zudem teilte mir mein Team mit, dass ich auf Platz 10 liege und ich sicherlich bei einem guten Lauf noch weiter nach vorne kommen kann.
Doch leider hatte ich meinen Körper sprichwörtlich gegen die Wand gefahren! Es ist ein klassischer Fehler, eine falsche taktische Renneinteilung, den ich eigentlich nicht mehr machen sollte, aber ich bin das Risiko eingegangen und mein Lauftempo fiel von 4:20/km auf bis zu 5:30/km über die 4 Runden, sodass die Uhr am Ende meine zweit langsamste Laufzeit von 1:52 St. anzeigte.
Die Zielzeit war im Endeffekt mit 4:45 St. und Platz 27. noch irgendwie akzeptabel, aber bei Weitem nicht zufriedenstellend. Aber so ist der Sport, stets ein ehrlicher Maßstab, der keinen Fehler verzeiht. So lerne ich draus und werde versuchen es nächste Woche am Bostalsee Triathlon besser zu machen.

Danke an die Veranstalter für eine tolle Orga, die Region Kaiserwinkl für das tolle Panorama und mein Team für die tolle Unterstützung während der gesamten Tage!

Written by: Christian Weich

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